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Das Café Monopol ging 1986 aus dem SchülerInnen-Café „Titanic“ an der IGS Langenhagen hervor. Der „Verein zur Förderung von Jugend und Kultur“ wurde gegründet und am 13. Dezember 1986 konnte das Café Monopol im Haus der Jugend am Langenfortherplatz in Langenhagen eröffnet werden.
Die Macher der ersten Stunde waren u.a Ben Schlemmermeier und Andreas Gnilka, die den Grundstein für das Wesen des Cafés legten.

Seit fast einem viertel Jahrhundert wird das Café Monopol von Ehrenamtlichen unentgeltlich und mit viel Herzblut betrieben. Es finden Konzerte (Hip Hop, Hardcore, Metal, Techno, Ska, Punk, Indie/Alternative usw.), Lesungen (bspw. Finn Ole Heinrich), Kabarett, Infoabende und Diskussionspodien (u.a mit DezernentInnen und PolitikerInnen) zu vielen verschiedenen Themen statt.

Seit 1988 findet jährlich am 30. April der berühmt, berüchtigte „Tanz aus dem April“ in Kooperation mit dem „Langenhagener Verein für Sozialarbeit") statt. Immer wieder waren später zu relativer Berühmtheit gekommene Bands, KünstlerInnen und PoltikerInnen im Café oder beim „Tanz aus dem April“ beispielsweise Slut (1998), Joint Venture (1994), die Seeed-Aktivisten von Lychee Lassie, die Schröders (2000), Gisbert zu Knyphausen (2007) oder Jutta Ditfurth (1997) zu Gast.

Musikalisch ging es seit der Gründung im Café Monopol immer hoch her, auch am 24. Dezember 1988 wurde nicht auf ein buntes Musikprogramm verzichtet, zum großen Leidwesen des damals über dem Café wohnenden Hausmeisters der (laut Überlieferung) gesagt haben soll „Die Band von Weihnachten kommt mir nicht wieder ins Haus!“ – Heute spielt die „Band von Weihnachten“) jedes Jahr am 24. Dezember im Pavillon an der Lister Meile. Sagenumwoben ist ebenfalls die Verleihung des „Goldenen Rüdigers“ (Spuren sind noch an der Wand bei den Fahrradständern zu finden) in den 90er Jahren bei dieser Preisverleihung der anderen Art wurde bspw. der oder die beste/r SchnorrerIn oder MalzbiertrinkerIn gekürt. Zu dieser Zeit wurde die Kulturarbeit weiter intensiviert und das Café Anlaufpunkt für junge Kulturschaffende in und um Langenhagen.

Da die junge Belegschaft das Kulturprogramm selbst gestaltet spiegelt es den aktuelle Zeitgeist von Jugend(sub)kultur wieder, das Café ist ein Ort zum Zuhören und Teilnehmen, zum Sich-Ausprobieren und Dazulernen, ein Ort zur aktiven Gesellschaftsmitgestaltung, ein Angebot von Jugendlichen für Jugendliche. So gibt es seit längerem die Tradition des „Transpa(rent) raushängens“.
Dadurch wird zu aktuellen politischen und gesellschaftlichen („Fuck Chirac“ oder „Atomkraft nein Danke!“) Ereignissen Stellung bezogen.

Im Herbst 2007 fand das Jugendkulturfestival „Monopolis“ statt. In einer Woche wurde ein pralles Kulturprogramm präsentiert, von Konzerten über DJ-Contest bis Literaturveranstaltung war alles dabei und bewies ein weiteres mal welches Potential in unserem doch recht kleinen Jugendcafé steckt.

Das Café positioniert sich ganz klar jenseits konservativer und erst recht neofaschistischer Strömungen und wurde deshalb innerhalb der letzten Jahre leider immer wieder Opfer von rechter Gewalt. Sowohl Thekendienste als auch BesucherInnen wurden angegriffen. Vor diesem Hintergrund wurde im Jahr 2001 das „Aktionsbündnis Langenhagener gegen rechte Gewalt“) im Café Monopol gegründet.

Das Café Monopol ist in Langenhagen die einzige Jugendeinrichtung/Kneipe, die an Wochenenden und in den Abendstunden geöffnet ist, in der kein Verzehrzwang besteht und ausschließlich ohne hauptamtliche MitarbeiterInnen gearbeitet wird.